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Geocaches im Wald

Die Richtlinien von Groundspeak sehen den Schutz von Flora und Fauna vor. Deshalb erfordert gerade das Verstecken von Geocaches im Wald besondere Umsicht.

Die Belastung für Tier- und Pflanzenwelt ist am geringsten, wenn Caches möglichst dicht an Waldwegen verlegt werden, damit die Spieler nicht zu tief in das Unterholz vordringen. Dabei kann nämlich Wild aufgeschreckt werden, was besonders bei nächtlichen Begegnungen in seinem Rhythmus gestört wird und empfindlich mit einem veränderten Sozialverhalten reagieren kann.

Der Wald wird in Deutschland nicht nur zu Erholung sondern auch als Wirtschaftsraum genutzt. Störungen des Wildes beeinträchtigen die Belange der Jäger. Es ist bereits vorgekommen, dass diese ihre Verpächter wegen reduzierter Abschussquoten in Regress genommen haben.

Eine Folge solcher Entwicklungen sind eine extrem negative Presse, siehe etwa hier, und lauter werdende Stimmen aus Politik und Öffentlichkeit mit der Forderung, Geocaching in Wald und Naturschutzgebieten einzuschränken oder gleich ganz zu verbannen. Zuweilen kommt es auch zu unschönen Begegnungen mit verärgerten Jägern oder Förstern. Das Übertreten von Naturschutzbestimmungen kann zudem für Cacheowner und -sucher als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Auch ist damit zu rechnen, dass geschädigte Eigentümer versuchen werden, Cacheowner und -sucher für Schäden oder Verluste in Haftung zu nehmen.

Geeignete Verstecke

Verstecke im Wald vertragen keine lange Suche. Hier darf es nicht darauf ankommen, ein besonders kniffliges Versteck zu wählen, das die Spieler vor eine Herausforderung stellt; vielmehr sollte der Cache am besten mit ein oder zwei Griffen zu finden sein. Denn bereits die intensive Suche durch nur wenige Spieler führt zur Bildung von erkennbaren Spuren am Versteckort. Gelegentlich ist das Umfeld eines Verstecks im Wald leider regelrecht verwüstet. Solche Caches werden bei Kenntnisnahme durch Groundspeak unverzüglich archiviert. Deshalb sollten nur ausreichend große Dosen versteckt und ihre Koordinaten so präzise wie möglich eingemessen werden. Da gerade dies im Wald natürlich oft problematisch ist, dürfen ein aussagekräftiger Hint und/oder ein Spoilerbild eigentlich nicht fehlen.

Befestigung durch Schrauben/Nägel

Solche Befestigungen können den Baum schädigen oder dazu führen, dass der Baum später im Sägewerk aussortiert wird. Darauf kommt es aber nicht allein an. Jeder Baum gehört einem Privateigentümer oder einer Kommune. Diese müssen Halterungen, die in das Holz eindringen nicht einfach hinnehmen, sondern haben – unabhängig davon, ob bereits eine Sachbeschädigung vorliegt – einen Unterlassungsanspruch. Zwar sind in Wäldern häufiger derartige Befestigungen zu finden, etwa an Vogelhäuschen oder Schildern und Markierungen. Diese können aber mit Einwilligung des Eigentümers angebracht oder aufgrund öffentlich-rechtlicher Bestimmungen von ihm zu dulden sein. Das bedeutet nicht, dass Dritte ohne weiteres auch ein Recht hierzu haben. Deshalb dürfen Caches, die solche Halterungen verwenden nur mit Erlaubnis des Waldeigentümers freigeschaltet werden. Diese lassen sich meist über Forstbehörden oder Grundbesitzerverbände ausfindig machen. Bei einer mündlichen Erlaubnis wird bei der Cacheeinreichung die E-Mailadresse und/oder Telefonnummer der Person, die die Erlaubnis erteilt hat, benötigt.

Benutzung der Wege

In Naturschutzgebieten ist es üblicherweise nicht erlaubt, Wege zu verlassen: https://wiki.groundspeak.com/display/GEO/Germany#Germany-NationalparksundNaturschutzgebiete

Außerhalb eines Naturschutzgebiets dürfen Wege verlassen werden. Dabei sollte sich jeder Owner aber die Frage stellen, ob dies unbedingt nötig ist. Auch hier gilt in jedem Fall, dass der Cache entfernt werden muss, wenn es zu Schäden an Flora oder Fauna kommt.

Nachtcaches

Bei diesen für Tier- und Pflanzenwelt besonders belastenden Caches kann die Einhaltung der Belange des Umwelt- und Naturschutzes und der bestehende Privatinteressen nur noch durch eine Erlaubnis des Rechteinhabers sichergestellt werden. Das hat auch für Owner und Cacher den Vorteil, dass unangenehme Zusammenstöße mit Förstern oder Jägern verhindert werden und Rechtssicherheit besteht.

Die Erlaubnis muss der jeweils Berechtigte erteilen. Dabei kann es sich um den privaten Waldeigentümer bzw. eine Kommune oder auch den Jagdpächter handeln. Diese lassen sich meist über Forstbehörden oder Grundbesitzer- und Jagdverbände ausfindig machen. Bei einer mündlichen Erlaubnis wird bei der Cacheeinreichung die E-Mailadresse und/oder Telefonnummer der Person, die sie erteilt hat, benötigt.

Wenn der Nachtcache im Naturschutzgebiet liegt ist immer auch die Erlaubnis der unteren Landschaftsschutzbehörde erforderlich.

 


 

Nationalparks und Naturschutzgebiete

Caches in Nationalparks und Naturschutzgebieten unterliegen besonderen Bedingungen. Sie müssen direkt an offiziellen Wegen liegen, wobei als Daumenregel gilt, dass Du direkt am Weg bist, wenn Du mit einem Bein auf dem Weg bleibend den Cache erreichst. Bitte nimm das ernst und verlege die Caches, die diese Bedingung nicht erfüllen.
Wenn es um wenige Einzelcaches geht, ist Geocachen in Nationalparks und Naturschutzgebieten meist unproblematisch. Wenn du Caches in Nationalparks und Naturschutzgebieten verstecken möchtest, versuche dich bitte auf einige besonders schöne Stellen beschränken.

Einen Powertrail oder eine Serie mit mehreren Caches in ein Nationalpark oder Naturschutzgebiet zu legen ist selbst kritisch, wenn alle Caches direkt an offiziellen Wegen liegen, da gewöhnlich eine nicht zu unterschätzende Beeinträchtigung der Natur die Folge ist. Dein Reviewer kann dich auffordern, die Genehmigung der Nationalparkverwaltung oder der Unteren Naturschutzbehörde vorzulegen.

Details zu bestimmten Nationalparks findest du auf den Unterseiten der entsprechenden Bundesländer.

Eine Karte zu allen deutschen Naturschutzgebieten findest du hier

 


 

Geocaches auf Lost Places

Wer an einem Lost Place einen Cache verstecken oder sich auf die Suche danach begeben will, muss sich zunächst darüber klar werden, ob das Betreten des Fundortes legal möglich ist.

Mit dem Einreichen eines Listings versichert der Owner, dass er befugt ist, den Cache an der gewählten Stelle zu verstecken. Der Cache kann von Groundspeak nur veröffentlicht werden, wenn er nicht zu einer Straftat auffordert und den Gesetzen des Landes entspricht.

Das bedeutet, dass ein Cache nicht veröffentlicht wird, wenn mit dem Betreten des Geländes der Straftatbestand des Hausfriedensbruchs verwirklicht wird oder der Wille des Nutzungsberechtigten erkennbar wird, dass ein Betreten seines Geländes nicht erwünscht ist.

Leider gibt es keine allgemeingültige Definition des Begriffs „Lost Place“. Für den einen ist es ein altes Fabrikgelände, der andere bezeichnet bereits einige überwuchterte Treppenstufen in der Wildnis so. Deshalb kann auch nicht pauschal entschieden werden, ob Caches auf Lost Places generell erlaubt oder verboten sind. Dies ist immer eine Frage des Einzelfalls.

Beurteilungskriterien

Nach § 123 Absatz 1 StGBbegeht einen Hausfriedensbruch, wer gegen den Willen des Berechtigten in ein „befriedetes Besitztum“ eindringt. Das setzt voraus, dass ein räumlich abgegrenzter Bereich existiert. Dabei muss ein Gebäude nicht zwangsläufig einbezogen sein. Eingefriedet ist ein Grundstück, wenn es deutlich erkennbar mittels zusammenhängender „Schutzwehren“ gesichert ist. Im Allgemeinen kann man hierunter Zäune, Mauern und Hecken verstehen. Ein echtes, mit Aufwand zu überwindendes, physisches Hindernis wird aber nicht gefordert, so dass auch Absperrungen oder Flatterbänder ausreichen können.

Es ist auch nicht erforderlich, dass eine Einfriedung lückenlos ist. Nicht verschließbare Tore in einem Zaun, das Fehlen eines Zauns im Bereich einer Einfahrt oder einzelne beschädigte Zaunelemente, die ein einfaches Übersteigen oder Durchqueren ermöglichen lassen den Charakter als befriedetes Besitztum nicht entfallen. Erst wenn so viele Lücken bestehen, dass von einer Einfriedung gar nicht mehr gesprochen werden kann, entfällt der Schutzcharakter. Das ist natürlich immer Frage des Einzelfalls.

Unabhängig von der Frage, wie das umgebende Grundstück rechtlich einzuschätzen ist, ist ein aufstehendes Bauwerk zu beurteilen. Denn selbst ein verlassenes und zum Abbruch bestimmtes Gebäude stellt nach Meinung der Mehrheit der Juristen ein befriedetes Besitztum dar. Das ist allerdings nicht mehr der Fall, wenn alle Türen und Fenster herausgebrochen sind.

Auch ein Verbotsschild ist als Äußerung eines dem Betreten entgegenstehenden Willens des Nutzungsberechtigten selbstverständlich zu respektieren.

Risiken

Das Verstecken eines Geocaches ohne Genehmigung des Eigentümers kann zu einer Strafanzeige gegen den Owner und die Mitspieler führen, die sich dor auf die Suche gemacht haben. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass der Owner als Veranlasser der Cachesuche auch für das Verhalten von Mitspielern zivil- oder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird. Dass die (Schein-)Anonymität des Internets nicht vor einer Strafverfolgung schützt, belegen folgende Beispiele:

http://geocaching-heinsberg.blog.de/2010/12/21/geocacher-landete-anklagebank-hausfriedensbruch-10233425/

http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-leipzig/hausfriedensbruch-geocacher-suchen-gps-sender-in-leipziger-fabrikhalle/r-polizeiticker-leipzig-a-46004.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Ehemaliger-Militaerbereich-in-Landsberg-lockt-ungebetene-Schatzsucher-id15968281.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Geocaching-an-Militaeranlage-Anzeige-folgt-id9510616.html

Eigenverantwortung des Owners

Die Verantwortung für die sorgfältige Auswahl des gewählten Verstecks muss jeder Owner alleine tragen und sich dabei genau überlegen, ob seine Wahl mit der Gesetzeslage übereinstimmt. Dabei kann auch kein Reviewer Hilfestellung geben. Dessen Tätigkeit im Veröffentlichungsprozess beschränkt sich nämlich auf die Entscheidung, ob das eingereichte Listing nach Kenntnislage des Bearbeiters und den aktuellen Guidelines in der Datenbank von Groundspeak veröffentlicht werden kann. Ein Reviewer kann und darf nicht das Platzieren eines Caches erlauben oder Rechtsberatung dazu leisten, ob ein Cache an der gewählten Stelle versteckt werden darf.


 

 

About This Guide

The local laws and guidelines for geocaching placement vary from place to place. As community reviewers learn geocache placement policies for a certain location, they can add it here. This site may not be a complete or accurate list of land policies. These policies are made by the land owner or manager, they are neither the reviewer’s nor Geocaching HQ’s. This guide is just for reference, if no policies for the area you’re looking for are listed, that doesn't mean no policies exist. You must still obtain permission to place your geocache from the landowner or land manager,comply with all applicable laws, and follow the Geocaching Listing Requirements.

If you have an update, email the community reviewer(s) listed.

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